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App, Access Point & Cloud

veröffentlicht: 12/2020

Die Grundlagen von Smart Home sind die App des Herstellers, der Access Point und die Cloud. Diese Dreierbande gehört zusammen. Ohne die Drei läuft im Smart Home nicht viel, zusammen bieten sie den Luxus der einfachen Bedienung. Wie sie untereinander kommunizieren und wer welche Rolle spielt, erkläre ich Ihnen in diesem Blogbeitrag. Die Smarten Systeme der verschiedenen Hersteller sind ähnlich aufgebaut, die Begrifflichkeiten werden Ihnen in oft über den Weg laufen, auch wenn z. B. der Funkstandard ein anderer ist.

Bei mir zu Hause ist > Homematic IP für die Heizung etc. im Einsatz und wird im wahren Leben getestet, daher schreibe ich über diesen Hersteller.

Homematic IP App

Alles beginnt mit der App von Homematic IP. Sie können diese App für iOS oder android herunterladen und auf Ihrem Smartphone installieren. Diese App ist Ihr Bedienfeld, über diese App steuern Sie alles. Es fängt mit der Einrichtung des Access Point an, also der Steuerungseinheit des gesamten Systems, und später laufen die Konfiguration und die Steuerung der eingesetzten Geräte wie z. B. Thermostate oder Sensoren darüber.

Die App von Homematic IP ist recht selbsterklärend und gibt die einzelnen Schritte einer Einrichtung nachvollziehbar vor. Verknüpfungen zwischen den Geräten führt sie selbständig durch, es ist also kein besonderes Technikwissen erforderlich. Übrigens nennt man das Hinzufügen von Geräten “anlernen”, den Geräten wird also gesagt, wo sie hingehören und was sie tun sollen.

Die App übernimmt die Aufgabe, mit Ihnen zu kommunizieren. Über die Bedienoberfläche können Sie neue Geräte anlernen, die Geräte konfigurieren, Sie werden alarmiert, wenn es nicht so ist, wie es sein sollte uvm. Alle Einstellungen werden von Ihnen in der App vorgenommen, daher ist für die Nutzung von Smart Home ein Smartphone erforderlich.

 

Startbildschirm der App von Homematic IP
Startbildschirm der Homematic App

Access Point

Was ist ein > Access Point, wozu braucht man ihn und was macht er überhaupt? Der Access Point ist die Steuerungseinheit des Systems, sozusagen das Gehirn.

Der Access Point wird über ein Netzwerkkabel an den Router und mit einem Stromkabel an eine Steckdose angeschlossen. Über den Router verbindet sich der Access Point mit der Cloud und über die Cloud mit der App von Homematic IP und mit den eingesetzten Geräten.

Praktisch heißt das, dass die Befehle und die Konfigurationen, die Sie in die App eingeben, über die Cloud beim Access Point landen und der diese Informationen an die Geräte weitergibt. Das funktioniert in der anderen Richtung genauso: Haben die Geräte etwas zu sagen, melden sie es dem Access Point, der gibt das über die Cloud an Ihre App weiter.

Access Point von Homematic IP
Access Point (Steuerungseinheit), Homematic IP

Homematic IP Cloud

Die Cloud ist das Bindeglied zwischen dem Access Point und der App auf Ihrem Smartphone. Über die Cloud werden die Informationen ausgetauscht, unabhängig davon, wo Sie sich gerade befinden – zu Hause oder weit weg. Die Cloud speichert anonym die Daten der eingesetzten Geräte und deren Konfiguration und die Zuordnung zu Räumen. Durch die Speicherung in der Cloud sind keine Daten verloren, wenn das Internet mal ausfällt.

Datensicherheit in der Cloud

Ein großer Vorteil der Homematic IP Cloud ist, dass sie anonym ist. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert, weder Ihre Nutzerdaten wie Name oder Email-Adresse noch Ihr Nutzerverhalten, wann Sie was tun. Für die Datensicherheit relevant ist auch, dass die Server in Deutschland stehen und die DSGVO gilt. Außerdem läuft die gesamte Kommunikation schon ab der Einrichtung verschlüsselt ab.

Wie funkt es? Das Funkprotokoll

Der Access Point wie auch die eingesetzten Geräte können sowohl Daten empfangen als auch senden. Sie funken auf einer Frequenz von 868,3 MHz. Die Reichweite liegt im freien Feld bei ca. 200 bis 300 Meter, in den meisten Fällen ist das für den Wohnsektor ausreichend. Für den Funk im Allgemeinen, ist es eine geringe Reichweite, daher werden die Geräte als Short Range Devices (SRD) bezeichnet.

Die SRD, also die eingesetzten Geräte wie Thermostate oder Sensoren, sind wartungsfrei. Sie senden nur geringe Datenmengen, daher haben sie nur einen geringen Strombedarf. Wenig senden, wenig Strom, dadurch steigt die Nutzungsdauer der Batterie auf mehrere Jahre. Übrigens können Sie in der App einstellen, dass Sie eine Benachrichtigung bekommen, sobald die Batteriespannung niedrig ist und wissen so, wann die Batterien ersetzt werden müssen, um einen Ausfall des Geräts zu vermeiden.

Der von den SRD genutzte Funkstandard ist ein anderer als der, den Bluethooth, WLAN, Streaming-Anlagen oder DECT-Telefone nutzen, so kommen sich die verschiedenen Geräte in Ihrem Haushalt nicht in die Quere.

Weck mich nur, wenn es wichtig ist...

Die Geräte von Homematic IP “schlafen” die meiste Zeit, sprich: sie senden nicht, sie sind im Schlafmodus. Sie “wachen auf”, wenn sie Befehle empfangen, wie zum Beispiel bei Heizkörper-Thermostaten, die die Temperatur anpassen. Die Dauer des Funkaustauschs ist durch die kleinen Datenpakete äußerst gering, nach Angaben des Herstellers liegen sie im Millisekundenbereich. Die Strahlungsbelastung der Umgebung ist somit sehr gering. 

Duty Cycle

Die Homematic Geräte funken im 868 MHz Bereich. In diesem Bereich dürfen die Geräte laut >Telekommunikationsgesetz (TKG) nicht dauerhaft senden oder empfangen, die maximale Sendezeit eines jeden Gerätes ist nur mit 1 % einer Stunde (also 36 Sekunden in einer Stunde) erlaubt.

Die Geräte dürfen bei Erreichung des 1 %- Limits nicht mehr senden, bis diese zeitliche Begrenzung vorüber ist, sprich nach einer Stunde geht es erst weiter. Bei der Einrichtung der Geräte kann es vorkommen, dass die Zeit überschritten wird, dann muss man die Stunde leider abwarten.

Kompatibel mit anderen Systemen

Das Homematic IP System ist kompatibel z. B. mit Alexa / amazon, Google Assistant, Hörmann. Das heißt, Sie können die Geräte auch mit Ihrer Stimme steuern. Mehr dazu finden Sie in meinem Blogbeitrag über >Smartes Heizen.

Alexa, smarter Lautsprecher von Amazon

Quintessenz

Für smarte Lösungen im Wohnbereich brauchen Sie also ein Smartphone für die App, den Access Point und die Cloud um Geräte wie Thermostate, Sensoren usw. einzusetzen.

Kurzer Nachsatz

Von Homematic IP gibt es das Smarte System auch kabelgebunden oder in einer Mischung aus kabelgebunden (wired) und Funk. Die Funktion des Access Point übernimmt dann die > CCU3, die Daten werden lokal gespeichert und die Komponenten des Smart Home können ohne Internetverbindung betrieben werden.

Sie möchten es selbst ausprobieren? Aber wo?

Sie finden, das ist ein spannendes Thema? Da bin ich Ihrer Meinung. Sie möchten es gern selbst ausprobieren, aber wissen nicht wo?

In meinen Kursen > Smart Home | Bequemer Wohnen biete ich Ihnen die Gelegenheit bei einer Tasse Kaffee, Smart Home selbst auszuprobieren!

Haben Sie Fragen?

Sprechen Sie mich gern an! Ich freue mich auf Sie!

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